Gabriele Krone-Schmalz: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit

Gabriele Krone-Schmalz (ehem. Moskau-Korrespondentin und Moderatorin der ARD) tritt seit Jahren für gute Beziehungen zu unserem Nachbarn Russland ein. Aufgrund persönlicher Gründe konnte sie an der Abendveranstaltung der Kampagne Stopp Air Base Ramstein nicht teilnehmen und sandte stattdessen Grußworte an die Teilnehmenden.
Krone-Schmalz hebt in ihren Grußworten hervor, dass Frieden nicht selbstverständlich ist, sondern harte Arbeit. Die Basis für Frieden ist, die Interessen des anderen zur Kenntnis und ernst zu nehmen. Insbesondere mit Blick auf Russland wurde dieser Grundsatz nicht ernst genommen und die russischen Interessen wurden sogar als illegitim beiseitegeschoben. Für einen fairen Interessenausgleich empfiehlt Gabriele Krone-Schmalz, sich in die Lage des jeweilig anderen zu versetzen und einen Perspektivwechsel vorzunehmen. Nur so kann die Eskalationsspirale durchbrochen werden. Die politischen Entscheidungsträger scheinen aber derzeit nicht willens zu sein, gute Beziehungen zu Russland zu fördern. Dies widerspricht der Mehrheit der Bevölkerung, die sich ein gutes Verhältnis zu Russland wünscht. Wenn Friedenspolitik funktionieren soll, braucht es also mehr Menschen, die die Möglichkeiten einer demokratischen Gesellschaft nutzen und sich zu Wort melden, damit die Entscheidungsträger ihre Meinung nicht mehr ignorieren können.