Newsletter 4_2018 | Noch 19 Tage bis zum Beginn der Aktionswoche 2018

Pressekonferenz Stopp Air Base Ramstein 2018 in Kaiserslautern

Am 23.05. fand in Kaiserslautern die erste Pressekonferenz zur Vorstellung der Protestaktionen Stopp Air Base Ramstein 2018 statt.

In der gut besuchten Pressekonferenz stellte Connie Burkert-Schmitz von der lokalen Initiative „Entrüstet euch!“ die öffentliche Veranstaltung „Unbedenklich und Unvermeidbar? – Über den giftigen Ablass von Kerosin und Kampfmitteln über Rheinland-Pfalz und dem Saarland“  am 6.6. vor. Sie lud besonders zu der Abendveranstaltung am Freitag, den 29.06. ein, die im Rahmen der Aktionswoche stattfindet. Als Referentin konnte u.a. Gabriele Krone Schmalz zum Thema Freundschaft mit Russland gewonnen werden.

Reiner Braun verwies u.a. darauf, dass ein möglicher Irankrieg, der nach den Aussagen von Donald Trump und Mike Pompeo leider schnell möglich sein könnte, zentral auch von Ramstein ausgehen würde: Für die Infrastruktur, als Einsatzzentrale, als Bespitzelungszentrum und mit Kampfdrohen wäre die Air Base Ramstein und damit auch Deutschland an dem nächsten völkerrechtswidrigen Krieg beteiligt. Umso dringender ist die Beteiligung an der großen Demonstration – u.a. mit Sahra Wagenknecht, Eugen Drewermann und Ann Wright – und der erstmals geplanten Blockade am Samstag, den 30.06. Diese Aktionen sind verbunden mit vielfältigen inhaltlichen Veranstaltungen, besonders in der Friedenswerkstatt und eingerahmt von einem großen Friedenscamp.

Ein Höhepunkt der Pressekonferenz war sicher die Auslosung der Gruppen für das Fußballturnier, die von Annemarie Liebrich, der Witwe des 54er Weltmeisterspielers Werner Liebrich und von Hans Sander unter Anwesenheit des Musikers der Gruppe Shaian vorgenommen wurde.  Das Friedensfußballturnier sowie die von Hans Sander vorgestellten Musikgruppen aus Kaiserslautern sind eine wirkliche Bereicherung des gesamten Programms und der Friedensparty zum Abschluss im Camp am 30.06. „Wir wollen mindestens so präsent sein, wie in den letzten Jahren“, so Pascal Luig, der die Pressekonferenz leitete.

Video der Pressekonferenz >


Kerosinablass – unbedenklich und unvermeidlich?

Am Mittwoch, den 6. Juni findet um 19 Uhr im Cafe Susann, Osterstraße 7 in Kaiserslautern eine Podiumsdiskussion über den giftigen Ablass von Kerosin und Kampfmitteln über Rheinland-Pfalz und dem Saarland statt.

„Fuel-Dumping“, der Kerosinschnellablass, ist ein legales Verfahren im Notfall. Wie etwa am 4. November 2017: Eine Frachtmaschine,von Luxemburg kommend, verteilt 50 Tonnen Sprit über Saarland, Westpfalz und Hunsrück, fliegt dann zurück und landet sicher.

Landeklappenprobleme waren der Auslöser. Damit steigt die gemeldete Menge abgelassenen Kerosins im Jahr 2017 auf über 200 Tonnen für den Bereich Saar-Lor-Lux. Deutschlandweit waren es rund 580 Tonnen. Die Zahlen sind konstant hoch seit gut 10 Jahren.

Was passiert bei diesen Ablässen, warum sind sie nötig, welche Erkenntnisse und Daten gibt es darüber? Und: sind sie wirklich unbedenklich?

Die Podiumsdiskussion mit Jochen Marmit, Journalist beim Saarländischen Rundfunk, Dr. Eike Heinicke, Facharzt für Anästhesie, Allgemein-, und Intensivmedizin und Michael Müller, BUND für Umwelt und Naturschutz Kaiserslautern ist eine gemeinsame Veranstaltung der Pfälzer Initiative „Entrüstet Euch!“ und der Kampagne „Stopp Air Base Ramstein.“

Weitere Informationen >


Jetzt noch bis zum 18.06. sparen im Ticketvorverkauf!

Natürlich gibt es, während der gesamten Aktionswoche, auch dieses Jahr wieder das Friedenscamp in Steinwenden. Es ist ja auch gar nicht mehr wegzudenken. Dieser Ort, an dem sich FriedensaktivistInnen aus aller Welt treffen, vernetzen, diskutieren, lachen, tanzen, lieben – kurz gesagt einfach LEBEN. Denn wir wollen nicht nur gegen etwas sein – wir wollen auch FÜR etwas einstehen! Und zwar für Frieden und Menschlichkeit.

Bis zum 18.06. könnt Ihr noch im Ticketvorverkauf sparen und Euch die billigeren Tickets sichern. Danach gibt es die Tickets nur nach an der Kasse im Friedenscamp.

Ticketvorverkauf Friedenscamp >


Mit dem Bus gemeinsam nach Ramstein

München-Berlin-Leipzig-Frankfurt-Würzburg-Aschaffenburg-Nürnberg

Eine Busfahrt die ist lustig, eine Bussfahrt die ist schön… Wenn Ihr gemeinsam zu der Demonstration, der Blockade und dem Friedenscamp fahren wollt, dann sichert Euch einen Platz in den Stopp Air Base Ramstein AktivistInnen-Bussen.

Busse und Mitfahrgelegenheiten >


Friedenswerkstatt

NEIN zu Drohnen u. Krieg, JA zu Abrüstung! Die Friedenswerkstatt findet vom 25.06. bis 28.06.2018 im Gebäude C im Anwesen St. Franziskus in Kaiserslautern statt. Es stehen 2 große Veranstaltungssäle und 18 Seminarräume zur Verfügung.
Die Friedenswerkstatt öffnet am Mo. 25.06. um 14.15 Uhr mit einer Auftaktveranstaltung und endet am Do. 28.06. um 19.30 Uhr. Jeden Tag finden von 14.00 Uhr bis 19.30 Uhr Workshops, Vorträge, Seminare und Diskussionen statt. Diese bieten die Gelegenheit, sich in kleinen und großen Veranstaltungen zu Friedensthemen, in der ganzen Breite auszutauschen; „Frieden“ in seiner politischen und gesellschaftlichen Vielfalt zu behandeln, Informationen zu vermitteln, alternativen zu Krieg und Militarismus entwickeln, kontrovers diskutieren und neue Überlegungen zu entwickeln.
In einer Atmosphäre der Solidarität und des Zuhörens, des gegenseitigen Verständnisses und des Genießens der Kontroversen soll über eine bessere, friedliche und gerechte Welt nachgedacht, diskutiert und gelebt werden.

Alle sind eingeladen, die Veranstaltungen sind öffentlich. Um Anmeldung wird gebeten unter fw[at]ramstein-kampagne.eu.

Programm und weitere Informationen >


Abendveranstaltung mit Gabriele Krone-Schmalz

Die öffentliche Abendveranstaltung findet auch dieses Jahr in der Versöhnungskirche Kaiserslautern statt. Es werden auch diesmal RednerInnen, die für ihren Einsatz für den Frieden weltberühmt sind, ab 19 Uhr für das interessierte Publikum zu friedenspolitische Themen referieren.

ReferentInnen:
Gabriele Krone-Schmalz (ehem. Moskau-Korrespondentin und Moderatorin der ARD)
Pat Elder (World Beyond War)

Die Teilnahme ist kostenlos.
Aufgrund der begrenzten Plätze bitten wir um Anmeldung unter info[ät]ramstein-kampagne.eu. Wir bemühen uns um eine Übertragung in einen anderen Raum.

Weitere Informationen >


Aufruf zu Aktionen des zivilen Ungehorsams: Wir blockieren die Air Base Ramstein!

Die Air Base Ramstein ist die Einsatzzentrale für den weltweiten Drohnenkrieg. Von deutschem Boden aus wird der völkerrechtswidrige Drohnenkrieg koordiniert und werden Drohnen ins Ziel gelenkt. Drohnen töten aus dem Hinterhalt, ohne Kriegserklärung und ohne Gerichtsurteil – auch Zivilpersonen wie Frauen und Kinder. Das ist ethisch verwerflich und untergräbt das Völkerrecht. Wir wehren uns nicht nur gegen die US-Drohnen, sondern auch gegen die Pläne der Bundesregierung,  jetzt auch die Bundeswehr mit bewaffnungsfähigen Drohnen auszurüsten.

Wir sagen Nein!

Wir stellen uns dem Drohnenkrieg und der Kriegsvorbereitung, wie sie in der Air Base Ramstein betrieben werden, in den Weg. Wir lehnen die zerstörerische Gewalt des Krieges nicht nur ab, wir widersetzen uns ihr.

Wir nehmen uns das Recht auf Widerstand und praktizieren zivilen Ungehorsam, um friedliche Wege in die Zukunft zu ermöglichen. Wir stehen couragiert, individuell und solidarisch für die Alternative: Abrüstung, Frieden und Versöhnung.

Wir machen das Unrecht des Drohnenkriegs, das von der Air Base Ramstein ausgeht, öffentlich. Mehr noch: Wir widersetzen uns konkret. Wir verweigern der Politik und dem kriegerischen System unseren Gehorsam.

Die Alternative heißt Frieden und zivile Konfliktbearbeitung!

Frieden ist für uns nicht nur fernes Ziel und Utopie. Wir stehen für Völkerverständigung und leben den Gedanken einer solidarischen Gesellschaft, in der alle Menschen dazugehören und niemand auf Grund seines Geschlechts, seiner Herkunft, seiner Nationalität, seiner Religion oder seiner sexuellen Identität ausgegrenzt wird. Wir kämpfen für den Frieden – jetzt: gewaltfrei, mächtig und konsequent.

Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Wir nehmen die Friedensgebote der UN-Charta und des Grundgesetzes ernst.

Wir wollen mit unserer Blockade Widerstand praktizieren und Gegenmacht aufbauen, gegen den Wahnsinn des täglichen Drohnenkriegs und das System der Drohnenkriegführung.

Wir blockieren die Air Base Ramstein am 30.06.2018

Ich bin dabei (ErstunterzeichnerInnenliste* Stand 25.04.18):

Gerhard Baisch (IALANA), Christian Balou (Friedenskreis Wanfried, Stopp Air Base Ramstein), Reiner Braun (Co-Präsident IPB, Stopp Air Base Ramstein), Martin Brunner (attac, DFG-VK), Diether Dehm (MdB DIE LINKE), Eugen Drewermann (Theologe, Psychoanalytiker), Franz Eschbach (Attac Koordinierungskreis), Susanne Ferschl (MdB DIE LINKE), Sylvia Gabelmann (MdB DIE LINKE), Wolfgang Gehrcke (Außenpolitiker DIE LINKE), Edgar Göll (Netzwerk Cuba), Andreas Grünwald (Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V.), Klaus Hartmann (Vorsitzender Freidenker), Inge Höger (vorm. MdB, stv. Landessprecherin DIE LINKE NRW), Andrej Hunko (MdB DIE LINKE), Ralf Jahn (Friedenskreis Wanfried), Matthias Jochheim (IPPNW), Peter Jüriens (Friedenskreis Wanfried), Kristine Karch (No to war – no to NATO, Stopp Air Base Ramstein), Wolfgang Kramer (pax christi), Bernhard Kusche (LA DFG-VK Bayern, Bundesausschuss DFG-VK), Sabine Leidig (MdB DIE LINKE), Ekkehard Lentz (Bremer Friedensforum, Stopp Air Base Ramstein), Merle Lindemann (Friedenskreis Wanfried), Pascal Luig (Geschäftsführer NatWiss, Stopp Air Base Ramstein), Michael Maercks (AK Frieden Berliner VVN-BdA), Kilez More (Künstler), Morgaine (Künstlerin), Achim Müller (Pfälzer Initiative „Entrüstet Euch!“), Albrecht Müller (NachDenkSeiten), Mike Nagler (attac), Alexander Neu (MdB DIE LINKE), Karl-Heinz Peil (Friedens- und Zukunftswerkstatt e. V., Stopp Air Base Ramstein), Hannelore Philippi (Initiative SaarländerInnen gegen die Air Base Ramstein), Prinz Chaos II. (Künstler), Elsa Rassbach (DFG-VK, attac, Stopp Air Base Ramstein), Zain Raza (AcTVism Munich), Christiane Reymann (Autorin), Thomas Rödl (Sprecher DFG-VK Bayern), Alex Ross (Neue Debatte, Pax Terra Musica, Stopp Air Base Ramstein), Hedwig Sauer-Gürth (DFG-VK, Lebenslaute, Stopp Air Base Ramstein), Hermann Schaus (MdL DIE LINKE Hessen), Torsten Schleip (DFG-VK Landesverband Ost, Stopp Air Base Ramstein), Helmut Schmidt (Pfälzer Initiative „Entrüstet Euch!“), Konni Schmidt (Bike for Peace and New Energies e.V., Stopp Air Base Ramstein, Pfälzer Initiative „Entrüstet Euch!“), Konstantin Schneider (Stopp Air Base Ramstein AG Friedenscamp), Pedram Shahyar (Blogger, Stopp Air Base Ramstein), Kathrin Vogler (MdB DIE LINKE), Roland Vogt (ehemaliger Konversionsbeauftragter der Landesregierung Brandenburg, vormals MdB DIE GRÜNEN, Stopp Air Base Ramstein), Renate Wanie (Werkstatt f. Gewaltfreie Aktion Baden, Stopp Air Base Ramstein), Jens Wernicke (Rubikon), Lucas Wirl (Geschäftsführer IALANA)

*Organisationszugehörigkeiten dienen nur der Information

Unterzeichne den Aufruf >


Stopp Air Base Ramstein Zeitung – Zeig Gesicht für den Frieden!

Hier könnt Ihr die aktuelle Ausgabe der Stopp Air Base Ramstein Zeitung bestellen.

Inhalt Ausgabe Nr. 8:

– Dem Frieden ein Gesicht geben und es zeigen

– Wir blockieren die Air Base Ramstein!

– Die deutsche Kampfdrohne

– Ein neuer US-Krieg für einen Regime Change droht

– Starker Protest gegen den Krieg, Aufrüstung und Drohnenterror!

– Die Friedenswerkstatt

– Friedenscamp

– Steuermillionen für exclusive US-Militärschulen und –Hospitäler

– Die Aktionswoche 2018 auf einen Blick

– Der Kampf gegen ausländische Militärbasen ist international!

– Abrüsten statt Aufrüsten

– Büchel unterm Friedensnobelpreis-Stern

Zeitung bestellen >


Diskussionspapier zur Konversion der Militärregion Kaiserslautern

Ohne gesellschaftlich zu verdeutlichen, dass die Schließung der Air Base Ramstein, keine Vernichtung von Arbeitsplätzen, sondern die Tür für eine sozial-ökologische Transformation mit besserer und ausreichender Arbeit öffnet, wird eine friedliche Entwicklung in der Region Kaiserslautern/Ramstein kaum möglich zu sein. Mit dieser Broschüre wollen wir einen Anstoß zu einer umfassenderen öffentlichen Konversionsdebatte in der Region geben.

Download der Broschüre >