Werkstattgründer: Ohne Frieden ist alles nichts

Von Katrin Maue-Klaeser

Sie sind langjährige Friedensaktivisten: Ulrich Lenz, Rainer Hecht und Johannes Weber rufen alle Menschen aus dem Raum Diez, Aar und Einrich, aber auch aus der Region Limburg zusammen, um gemeinsam „die regionale und überregionale Friedensarbeit zu stärken“. Das Gründungstreffen der Friedenswerkstatt „Sophie Hedwig“ findet am Samstag, 27. Januar, um 17 Uhr im Kulturhaus Kreml in Zollhaus statt.

Sie hoffen auf viele Friedensbewegte beim Gründungstreffen am Samstag im Kulturhaus Kreml in Zollhaus (von links): Johannes Weber, Rainer Hecht und Ulrich Lenz sind die Initiatoren der Friedenswerkstatt „Sophie Hedwig“.
Foto: Katrin Maue-Klaeser

Ostermärsche für Frieden und gegen Aufrüstung und Krieg, Kundgebungen an den US-Standorten in Büchel und Ramstein haben Lenz, Weber und Hecht seit vielen Jahren fest in ihren Terminkalendern stehen. Obwohl sie mit Niederneisen, Katzenelnbogen und Herold nicht weit entfernt voneinander leben und alle aus der Region stammen, haben sich etwa Hecht und Lenz in Ramstein kennengelernt. Nun wollen sie ihr gemeinsames Bestreben, die Friedensarbeit in der Region zu beleben und Interessierte zusammenzubringen, in die Tat umsetzen.

„Wir wollen zunächst erfahren, wohin die Wünsche der Menschen gehen, welche Formen der Friedensarbeit sie sich vorstellen können“, erklärt Ulrich Lenz. Wie seine beiden Mitstreiter hofft er auf Zuspruch von Friedensbewegten aus allen Bereichen der Gesellschaft, von Schülern bis zu Senioren, von kirchlichen bis zu politischen Friedensaktiven, von Einzelnen und Gruppen. Jeder kann dazukommen und sich einbringen, betonen sie. Im Kreis gebe es viele Menschen, die bereits Friedensarbeit leisten, und die wollen sie zusammenbringen. Regelmäßige Treffen sind geplant. Ob die Friedenswerkstatt ein loser Kreis oder in Vereinsform geführt werden soll, wird später von den Teilnehmern gemeinsam entschieden.

Ziel der Friedenswerkstatt ist die Ermittlung und Entwicklung von Wünschen und Ideen, wie Friedensarbeit praktisch umgesetzt werden kann. So wollen sie „mehr Wirkung in die Friedensbewegung bringen – denn ohne Frieden ist alles nichts“. Schließlich sei Rheinland-Pfalz europäisches Drehkreuz der Militarisierung, und die Region sei verschiedentlich betroffen, sei es durch Übungsflüge über dem Westerwald, die Munitionsfabrik in Nassau oder Kasernen wie in Diez. Eine erste konkrete Aktion könnte bereits zu Ostern erfolgen, etwa in Form einer Kundgebung mit Informationsständen.

Wir wollen mehr Wirkung in die Friedensbewegung bringen.

Ulrich Lenz, Johannes Weber und Rainer Hecht

Die drei Initiatoren von der Bewegung für friedenspolitische Initiativen an Rhein, Lahn und Aar sind froh, für ihr Anliegen mit Namenspatronin Sophie Hedwig eine weibliche Identifikationsfigur gefunden zu haben: Ihr ist es schon zu einer Zeit, da selbst adlige Frauen nur selten gar politisch in Erscheinung traten, durch Verhandlungsgeschick und Eigeninitiative gelungen, während des Dreißigjährigen Krieges Einquartierungen und Plünderungen in der Grafschaft Diez zu verhindern.

Nähere Informationen zur Friedensarbeit und -werkstatt gibt es per E-Mail an uli[ät]friedenswerkstatt-sophie-hedwig.de

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